Hi, ich arbeite als Journalist und Blogger. Mein Beat ist die Schnittstelle von Social Media, Politik und Gesellschaft. Wenn du mich kontaktieren möchtest, dann schreib mir am besten erstmal eine E-Mail.

For Your Information

Hallo Earthling, schön, dass Du hier bist 💛 Streng genommen ist das sogar ziemlich verrückt, dass Du von den Milliarden Websites ausgerechnet hier gelandet bist. Was für eine Ehre! Wahrscheinlich bist Du über Twitter hier gelandet. Vielleicht auch über Google. Wie auch immer: In diesem ständig aktualisierten Post gibt es alle wichtigen Links auf einen Blick: Was ich so mache, frische b1-Kolumnen, mein Twitter-Game… ¯\_(ツ)_/¯

Was ich aktuell mache

Frische b1-Kolumnen

Presse 2020

Twitter-Game

Ich habe aktuell null Bock auf Meinungstwitter. Deshalb nutze ich die Plattform auch in erster Linie zur Recherche. Likes sind häufiger Bookmarks als Zustimmung. Folgen tue ich derzeit vor allem Frauen. Aus Prinzip. Artikel teile ich kaum noch – die Essenz meiner Recherchen fließt direkt ins Briefing. Mittelfristig würde ich Twitter gern ausschließlich für Uplifting-Content nutzen. Mal sehen, wie das läuft.

Ein Blog? Im Ernst? Okboomer!

Auch wenn heute alle publizistischen Bedürfnisse via Twitter, Facebook, Insta und Co befriedigt werden können, gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als eine selbstgebaute, individuelle Publikation sein Eigen nennen zu dürfen. Das primäre Ziel dieses Blogs ist also eine Wirkung nach innen. Sollte hier jemand trotzdem spannende Inhalte für sich entdecken, freut mich das natürlich. Aber grundsätzlich ist das hier eine Performance-befreite Zone. Yes I

Neues Lieblings-Indie-Projekt: Veto Magazin

Was für ein wunderbares Indie-Projekt: Das Veto Magazin steht für Journalismus mit Haltung. Veto rückt all jene in den Fokus, die Dinge bewegen – und nicht ständig nur meckern. Engagierte gäbe es schließlich überall im Land. Wir müssten sie nur kennenlernen, so die Macher. Die ersten beiden Ausgaben machen definitiv Lust auf mehr. Wer ebenfalls mehr von Veto lesen möchte, sollte sie bei Steady unterstützen!

Akzeptierte Mortalität

Die Influenza tötet in Europa jedes Jahr Tausende, sogar Zehntausende Menschen. Aber gibt es deswegen Ausschreitungen? Dieses Niveau an Mortalität ist für die Menschen offenbar akzeptabel. Niemand findet das gut, aber alle tolerieren es. Wenn eine Gesellschaft jedoch den Zusammenbruch ihrer Intensivmedizin erlebt wie derzeit in New York City, dann ist eine rote Linie überschritten. Irgendwo dazwischen – der akzeptierten Mortalität durch Influenza und dem großen Sterben in New York – liegt das wahre Akzeptanzniveau der Gesellschaft.

– Quelle: SPIEGEL

Murica!

– Medical Expert Who Corrects Trump Is Now a Target of the Far Right, New York Times

Ängste

Ängste sind ein Verarbeitungsschema aus der Vergangenheit und keine Reaktion auf die Gegenwart. Philosophischer formuliert: Ängste haben einen Selbst- und keinen Weltbezug.

– Quelle: Klaus Eidenschink, Ängste? Erläuterungen zu einem aktuellen Gefühl

Manche Leute

Manche Leute posten Fotos aus dem OP.
Manchen Leute spielen Klavier auf Twitter.
Manche Leute haben Angst um ihre Partnerïn.
Manche Leute arbeiten an Impfstoffen.
Manche Leute spenden ihr Geld.
Manche Leute haben Panik.
Manche Leute feiern Parties.
Manche Leute arbeiten seit 24 Stunden.
Manche Leute haben Existenzängste.
Manche Leute leugnen die Situation.
Manche Leute hüpfen mit ihren Kindern übers Sofa.
Manche Leute haben zu wenig Geld für Seife.
Manche Leute ärgern sich über zu wenig Desinfektionsmittel.
Manche Leute kommen nicht rein.
Manche Leute kommen nicht raus.
Manche Leute spielen mit Ängsten.
Manche Leute haben sich infiziert.
Manche Leute geben Schuld.
Manche Leute hacken um die Wette.
Manche Leute haben Langeweile.
Manche Leute sind gute Politikerïnnen.
Manche Leute können nicht schlafen.
Manche Leute können nicht ins Home Office.
Manche Leute freuen sich über kostenfreie Software.
Manche Leute riskieren ihre Gesundheit.
Manche Leute leisten Freiwilligenarbeit.
Manche Leute schätzen jetzt die Arbeit von Lehrern.
Manche Leute haben keine Krankenversicherung.
Manche Leute haben nichts zu essen.
Manche Leute verkleiden sich im Videochat.
Manche Leute genießen die freie Zeit.
Manche Leute gehen nicht mehr aus dem Haus.
Manche Leute schmieden Pläne.
Manche Leute hören nicht auf, Nachrichten zu lesen.
Manche Leute sind Ignoranten.
Manche Leute sind an Covid-19 gestorben.
Manche Leute lernen gerade kochen.
Manche Leute haben ihren Job verloren.
Manche Leute können nicht operiert werden.
Manche Leute ärgern sich über zu wenig Auswahl auf Netflix.
Manche Leute umarmen sich.
Manche Leute tindern.
Manche Leute haben ihre Altersvorsorge verloren.
Manche Leute wären lieber in den Urlaub gefahren.
Manche Leute twittern unaufhörlich.
Manche Leute zählen die Infizierten.
Manche Leute sehen kein Licht am Ende des Tunnels.
Manche Leute gehen mit ihrem Hund raus.
Manche Leute helfen Fremden.
Manche Leute denken an die Zeit danach.
Manche Leute räumen ihre Wohnung auf.
Manche Leute sind in Quarantäne.
Manche Leute unterrichten ihre Kinder.
Manche Leute fahren Patrouille.
Manche Leute hamstern.
Manche Leute fühlen sich hilflos.
Manche Leute sind erschöpft.
Manche Leute arbeiten an Studien.
Manche Leute verlieren den Glauben.
Manche Leute beten.
Manche Leute sind nicht auf dieser Liste.

Diese Liste basiert auf echten Erfahrungen, die mir in den vergangenen Tagen in den Nachrichten, auf Social Media und privat begegnet sind. Fass Dir ein Herz: Du bist nicht die einzige Person, die genau das erlebt, was Du gerade durchmachst. Denke dran: Nicht jeder macht die gleichen Erfahrungen wie Du. Letztendlich stecken wir alle gemeinsam in dieser Situation.

Durch Kottkes Artikel inspiriert.

Europa <3

Die französische Armee hatte deshalb erstmals Patienten aus dem Elsass in andere Regionen des Landes ausfliegen müssen. Einige kamen jedoch auch in der Uniklinik Freiburg unter. Die Unikliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm, hatten sich zuvor bereit erklärt, Schwerstkranke aus Frankreich zu versorgen.

– Quelle: SPIEGEL / DPA

#Wirbleibenzuhause

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Weil die Fallzahlen weiter exponentiell steigen, werden zunehmend stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen: Geschäfte, Kneipen, Cafés und Restaurants sind dicht, Versammlungen untersagt. #Flattenthecurve lautet das Ziel, #Wirbleibenzuhause das Gebot der Stunde. Zumindest für alle, die es sich leisten können.

In Zeiten wie diesen wird mir besonders klar, wie maximal privilegiert ich durchs Leben gehe: Doppelverdienerhaushalt mit Jobs, die nicht von der Krise berührt sind, gesunde Kids, gesunde Großeltern, großzügige Altbauwohnung, wohnhaft in einer Universitätsstadt, deutscher Staatsbürger, weiß, männlich – die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Meine Familie und ich können es uns leisten, zuhause zu bleiben. Wir empfinden das derzeit nicht als Einschränkung, sondern als Privileg. Vielleicht kannst du das auch. Falls dem so ist, dann ist es ein wirklich geringer Preis, den man zahlen muss, um Menschenleben zu retten.

Quelle: Studentenwerk Göttingen