Work

  • Hi Simon

    Auch auf die Gefahr hin, dass das hier das nerdigste ist, was ich seit langem gemacht habe: Hi RSSimon!

  • Freie Newsletter Subs

    Beim Social Media Watchblog haben wir über die Jahre immer wieder unterschiedliche Methoden ausprobiert, um Menschen unsere Arbeit näherzubringen. Ein erprobtes Mittel, um Leute davon zu überzeugen, Mitglied zu werden, lautet: Sieh zu, dass du sie als Newsletter-Subscriber gewinnst. Dann kannst du sie, so die Logik, in der Folge immer mal wieder mit deinen Inhalten beglücken und darauf hoffen, dass sie Mitglied werden. Vielleicht erstellst du sogar eine automatisierte E-Mail-Kampagne, in der du dich und deine Arbeit vorstellst. Genau das haben wir in verschiedensten Varianten durchexerziert.

    Mal haben wir unseren freien Subs eine ganze Ausgabe geschickt, mal haben wir ihnen eine E-Mail mit unserer Story geschickt, mal haben wir sie einfach kalt angeschrieben und ihnen gezeigt, was eine Mitgliedschaft für Vorteile mit sich bringt, einmal haben wir sogar eine E-Mail-Serie aufgesetzt. Aber am Ende - und das ist der Punkt - ist die Conversion bei unserem Projekt verschwindend gering. Um es plump auszudrücken: Der Aufwand lohnt sich nicht.

    So sitze ich also derzeit auf 3500 Kontakten, die sich irgendwann mal für meinen Newsletter eingetragen haben, aber eigentlich kein Interesse an einem Abo bei uns haben. Was mache ich mit ihnen? Einfach im System lassen? Bei Ghost zahle ich pro Kontakt. Es entstehen reale Kosten. Oder “schmeiße” ich sie von der Liste und verschicke den Newsletter wirklich nur noch an jene, die eine Mitgliedschaft bei uns haben? Ich habe bislang keine finale Antwort darauf gefunden.

    Aber ich habe mich entschieden, die “freie” Liste fürs Erste abzuschalten. Wer unsere Arbeit kenennlernen möchte, kann sich fortan (wieder) ein 30-tägiges Probe-Abo holen. Dann sieht er/sie auch direkt, was den Newsletter auszeichnet. Keine/r rennt in irgendwelche Paywalls und ich muss auch keine Marketing-E-Mails mehr verschicken, in denen ich das SMWB und meine Arbeit anbiete, als wäre es ein Hot-Sale bei einem Dropship-Store.

  • Independence

    Es dauert keine drei Wochen mehr, dann gehen Simon und ich getrennte Wege. Es ist ein Abschied und ein Anfang. Ein Abschied vom besten Kollegen, den ich mir für das Social Media Watchblog hätte wünschen können. Ein Anfang, von dem ich noch nicht weiß, was daraus folgt. Das Social Media Watchblog hat sich in den acht gemeinsamen Jahren immer stärker Richtung professionelles Briefing entwickelt. Das ist grundsätzlich auch richtig gewesen. Und dennoch spüre ich, dass ich so nicht weitermachen möchte und einen Richtungswechsel brauche. Dieser Blog ist ein erster Schritt.

    Ich möchte wieder mehr indie wagen. Weg von professionellem Monitoring hin zu dem, was mich von Tag eins an am Internet so fasziniert hat: entdecken, beobachten, sammeln, reflektieren, einbringen. Der Wahrheit verpflichtet, aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mit dem Blick für Aktuelles, aber ohne alles kommentiere zu müssen. Das Social Media Watchblog bleibt meine publizistische Heimat. Aber ich werde mich wieder viel öfter aufmachen, um Neues zu entdecken.