Sonntagsbeats: Down to Earth – Phoniks

Martin

Was für ein wunderschönes Beat-Tape! Die Beschreibung bei Bandcamp kann ich komplett unterschreiben:

„Phoniks returns with his first full-length solo project. An 18-track instrumental hip-hop beat tape titled “Down To Earth”. Nearly 2 years in the works, Phoniks dug through over 250 hours worth of recorded material when piecing together his solo debut. The album is comprised of 2 to 3 minute jazz-tinged lo-fi head nodders connected with thought-provoking spoken word samples from 50’s sci-fi space movies. Crunchy 12-bit drums, spaced-out filters, and delays and a sprinkling of horn loops and soul vocals captivate over the albums 40-min run time. The goal is to take the listener off to another place, floating through the cosmos on a one-man spacecraft with nothing but a pair of headphones and all the time in the world.“

Das Smartphone ist an allem schuld

Martin

Das Smartphone als Sündenbock: Sascha Lobo beschäftigt sich in seiner aktuellen SPON-Kolumne mit dem allgegenwärtigen Smartphone-Bashing. Einen Satz aus Saschas lesenswertem Text möchte ich gern hier festhalten:

„Wir überlassen den jüngeren Generationen eine Welt, randvoll mit Nationalisten und Nazis, Populisten und islamistischen Terroristen, vom Klimawandel und Umweltschäden nicht zu reden – aber das Smartphone ist schuld an den zunehmenden Depressionen der Jugend.“

Über Wutbürger und Angstpolitiker

Martin

Beim sehr geschätzten Kollegen Armin Wolf habe ich diese spannende Rede von Politikberater Thomas Hofer gefunden, die den Titel „Entscheidungsfragen der Gegenwart“ trägt und die ich hier in Auszügen teilen möchte. Es sei aber unbedingt auch die ganze Rede zum Nachlesen empfohlen.

Ich denke, wir stehen vor einigen Entscheidungsfragen. Entscheidungsfragen, die Sie, geschätzte Abgeordnete, wesentlich mitentscheiden werden. Eine dieser Fragen ist für mich, an welchen allgemein zugänglichen Orten wir künftig demokratisch Themen verhandeln. Diese Orte kommen uns nämlich zunehmend abhanden. Es ist nicht nur so, dass die allgemeine politische und mediale Erregungskultur langsam in einen schrillen Dauerton mündet, der uns unempflindlich macht gegenüber dem, was sich an Wesentlichem ereignet.(…)

Manche sagen auch „Blasen“ dazu. Ich finde dieses Bild falsch, weil es insinuiert, dass man die Blasen mit einer Stecknadel jederzeit zum Platzen bringen kann. Das Wort Blase suggeriert Fiktion. Doch diese Blasen, oder eben diese Stämme, sind sehr reale Parallelwelten der Information – oder eben der Desinformation.(…)

Der eine Stamm pinselt großspurig „Wir sind das Volk“ auf seine Banner und erhebt so einen völlig sinnentstellenden Generalvertretungsanspruch. Der andere Stamm wiederum verunglimpft die Mitglieder des einen als dumm, rückständig und als Modernisierungsverlierer. Dass das die gegenseitige Ablehnung und Verachtung vermehrt, braucht niemanden zu wundern.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen in die Lage versetzt werden, solche Inhalte beurteilen und Echtes von Unechtem unterscheiden zu können. Und zwar so, wie man hoffentlich einen grammatikalisch richtigen von einem falschen Satz unterscheiden lernt. Die Frage der Bewertung von Information ist eine zentrale für unsere Demokratie.

Und es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist zwar nett, wenn man an den Schulen Gratis-Tablets verteilt, denn manche werden sich diese nicht leisten können. Aber: Stellen wir die Chancengerechtigkeit bei der medialen Alphabetisierung nicht her, dann ist das demokratiepolitisch so, wie wenn Sie einen Fuchs in einen Hühnerstall sperren und sagen: Liebe Hühner, Ihr habt das gleiche Recht den Fuchs zu fressen wie er Euch! Auf Dauer wird das zu einem gewissen Ungleichgewicht führen.

Überwachungskapitalismus

Martin

Wirtschaftswissenschaftlerin Shoshana Zuboff im Interview mit Deutschlandfunk Kultur zur Frage, wie Facebook, Google oder Amazon persönliche Daten kommerzialisiert und zur Handelsware erklärt haben.

Der Überwachungskapitalismus definiert persönliche menschliche Erlebnisse, die außerhalb des Marktes, in der Privatsphäre unserer eigenen Erfahrungen stattfinden, nun als freies Rohmaterial, das in den Markt übernommen und in Produkte umgewandelt werden kann, die auf neuen Märkten gekauft und verkauft werden können.

Twitter is not your friend

Martin

Twitter is not your friend. It is built to reward us for snarky in-group communication and designed to encourage unintended out-group readership. It fosters both tribalism and tribal collision. It seduces you into thinking you’re writing for one community but it gives everyone the ability to search your words and project them forward in time and space and outward into another community at the point when it’ll do you maximum damage. It leaves you explaining jokes that can’t be explained to employers that don’t like jokes anyway.

Quelle: The problem with Twitter, as shown by the Sarah Jeong fracas