Sonntagsbeats: Blue Lab Beats, Dubkasm, Brother Culture, Otodi, Slum Village, EMC, O.C.

Martin

Sieben neue Scheiben diese Woche: Beats und Jazz von Blue Lab Beats, Dub und Steppa von Dubkasm sowie Brother Culture, Afrofunk von Otodi und Rap von Slum Village, EMC sowie O.C. – ein bunter Mix aus alten und neuen Veröffentlichungen. Insbesondere die Alben von Blue Lab Beats und Otodi sind echt großes Kino.

Sonntagsbeats: Nicola Cruz, Chancha via Circuito, Lagartijeando, Populous, Peter Broggs, Stepart, Tosca

Martin

In den letzten Wochen habe ich mir neun neue Scheiben gekauft: darunter zwei von Nicola Cruz (Siku / Prender El Alma), zwei von Chancha via Circuito (Amansara / Bienaventuranza), eine von Lagartijeando (El gran Poder) und eine von Populous (Azulejos).

Dass ich einmal Ethno-Beats hören würde, hätte ich auch nicht gedacht. Aber die Artists machen einfach so wunderschöne Musik an den Schnittstellen von südamerikanischer Volksmusik, Trip Hop und durchaus treibenden Beats für den frühen Morgen, dass ich seit Wochen fast nichts anderes mehr höre. Einfach total großartig und die perfekte Erweiterung für meinen eigenen Musik-Horizont. Primetime können jetzt andere machen… Hihi.

Darüber hinaus gab es noch eine Scheibe von Stepart (Playground), einen Klassiker von Peter Broggs (Rise and Shine) und das maximal entspannte und genauso liebevoll produzierte Album „No hassle“ von Tosca, das ich hier mit dem eingebetteten Bandcamp-Player noch einmal besonders würdigen möchte – einfach großartiger Sound.

The Disinformation Machine

Martin

Das Video The Disinformation Machine zeigt in knapp zweieinhalb Minuten, wie Social-Media-Plattformen dabei helfen, Falschinformationen zu verbreiten.

Insbesondere Akteure aus dem rechten Spektrum machen von Facebook, YouTube, Instagram und Twitter massiv Gebrauch, um ihre Botschaften zu lancieren – häufig mit großem Erfolg: sie erzielen mit ihren Falschinformationen mitunter Reichweiten, von denen traditionelle Medienunternehmen nur träumen können.

Das Investigate Europe Team hat mir 100 Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft gesprochen (darunter auch Mitarbeiter von Social-Media-Plattformen), um besser zu verstehen, wie die Verbreitung von „Fake News“ via Social Media funktioniert, wer die Desinformation Machine kontrolliert und wie Wirtschaft, Behörden und Öffentlichkeit darauf reagieren. Das nüchterne Ergebnis: Europa ist nicht ausreichend auf diese Form der Propaganda vorbereitet.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, kann unser Social-Media-Watchblog-Briefing abonnieren. Dort berichten wir regelmäßig über den Kampf gegen Desinformationen und den Zusammenhang von Social-Media-Plattformen und der Verbreitung von Falschinformationen.

Infografik: Womit Apple, Amazon, Google, Facebook und Microsoft ihr Geld verdienen

Martin

Die Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley erzielen Jahr um Jahr traumhafte Gewinne. Womit Apple, Amazon, Google, Facebook und Microsoft ihr Geld verdienen, unterscheidet sich dabei (grob gesagt) in zwei wesentlichen Merkmalen:

  • NutzerInnen werden als Konsumenten gesehen (Merkmal 1) vs. NutzerInnen sind das eigentliche Produkt (Merkmal 2).

Was das konkret bedeutet, lässt sich kurz am Unterschied von Microsoft und Facebook erklären:

Während Microsoft Produkte wie Computer, Betriebssysteme und Cloud-Anwendungen an Endverbraucher, bzw. Firmenkunden verkauft, bietet Facebook seine Services (Soziales Netzwerk, Messenger, etc.) den NutzerInnen kostenfrei an, sammelt aber im Gegenzug dafür alle nur erdenklichen Daten über die NutzerInnen und ermöglicht Werbetreibenden auf der Grundlage dieser Daten, zielgerichtet Werbung zu schalten – erst in diesem zweiten Schritt verdient Facebook Geld.

Die folgende Infografik gibt einen ganz guten Überblick über die wesentlichen Einnahmequellen von Apple, Amazon und Co. Was dabei auffällt:

  • Apples Erfolg hängt wirklich massiv mit dem Verkauf von iPhones zusammen – kein Wunder, dass sie sich jetzt mehr in Richtung Services entwickeln wollen.
  • Facebook und Google sind so krass abhängig vom Werbemarkt und den Daten, die sie über die NutzerInnen generieren – es fällt wirklich schwer ihrem Privacy-Gerede Glauben zu schenken.
  • Amazon und Microsoft hingegen scheinen viel breiter aufgestellt, was die Einnahmen angeht – wobei vor allem Amazon einen spannenden Spagat hinlegt zwischen Merkmal 1 und Merkmal 2.

Womit Apple, Amazon, Google, Facebook und Microsoft ihr Geld verdienen

via visualcapitalist.com

Order of Magnitude: Was Mark Zuckerberg am wichtigsten ist

Martin

Was denkt Mark Zuckerberg? Was beschäftigt ihn am meisten? Was ist das wichtigste Thema für ihn? Der Künstler und Wissenschaftler Ben Grosser hat aus zig Stunden öffentlichem Videomaterial einen Super-Cut gebastelt, der ziemlich gut aufzeigt, was das Thema Nummer 1 für Zuckerberg von 2004 bis 2018 war: Wachstum, nichts als Wachstum.

For Order of Magnitude, I viewed every one of these recordings and used them to build a supercut drawn from three of Mark’s most favored words: „more,“ „grow,“ and his every utterance of a metric such as „two million“ or „one billion.“

Das Ergebnis ist ein fast fünfzigminütiger Film, der die Hauptthemen des Tech-CEO aufzeigt und als Objektiv dafür dient, was ihn interessiert, wie er denkt und was er erreichen will. Ein unglaubliches Dokument, bei dem mensch nicht so genau weiß, ob Lachen oder Weinen die richtige Reaktion ist.

Ben Grosser ist übrigens auch der Kopf hinter dem Facebook Demetricator und dem Instagram Demetricator. Ich hatte für meinen brand-eins-Artikel „Am Haken“ mit Ben über die technischen und psychologischen Tricks gesprochen, die Social-Media-Plattformen anwenden, um ihre Nutzer möglichst oft und möglichst lange auf ihre Plattformen zu locken. Ben ist ein kluger Kopf, dem man auf jeden Fall bei Twitter folgen sollte: twitter.com/bengrosser

Sonntagsbeats: Soia, DjeuhDjoah & Lieutenant Nicholson, Fakear

Martin

Diese Woche habe ich mir drei neue Alben gegönnt: Where Magnolia Grows von Soia, Aimez ces airs von DjeuhDjoah & Lieutenant Nicholson sowie Animal von Fakear. Alles maximal entspannt und durchaus tanzbar – wie etwa der Klimaschützer-Hit El niño.

So langsam komme ich wieder auf den Geschmack, einfach schöne Musik zu kaufen und nicht nur Zeug, was man zwangsläufig auch auf Parties spielen kann. Für die Plattenkiste sind die drei Vinyls jedenfalls eine derbe Bereicherung.