#Journalismus

Der Kampf gegen Desinformationen bei WhatsApp

Über 200 Millionen Nutzer verzeichnet WhatsApp in Indien. Der Messenger wird dort nicht nur privat genutzt, sondern ist auch für politische, religiöse, medizinische und juristische Kommunikation die Plattform der Wahl. Dazu kommen Tausende Falschnachrichten.

Facebooks News Feed Changes, explained

In this article I analyze the basic principles behind Facebook News Feed, the reasons for the conversion, the risks and opportunities for publishers and I take a look at Facebooks future.

Facebooks News Feed Umbau, erklärt

In diesem Artikel analysiere ich die grundlegenden Prinzipien hinter Facebook News Feed, die Gründe für den Umbau, die Risiken und Chancen für Publisher und ich werfe einen Blick auf Facebooks Zukunft.

Müssen Journalisten Marken werden?

Beim Stuttgarter Medienkongress ging es unter anderem um die Frage, wie sich mit journalistischen Inhalten im Netz Geld verdienen lässt. Im Impuls-Referat zum Thema wurde von Karsten Lohmeyer (aka Lousy Pennies) unter anderem darauf abgehoben, dass es gerade im Zeitalter von homeless media wahnsinnig wichtig sei, eine Marke zu werden oder aber den bereits erarbeiteten Markenkern zu hegen und zu pflegen. Dem kann ich ohne Wenn und Aber zustimmen. Für mich steht fest, dass journalistische Angebote ein echtes Problem haben, wenn sich Leserinnen nur noch daran erinnern, dass sie etwas auf Facebook gelesen haben, aber keine Ahnung haben, um welches journalistische Angebot es sich eigentlich dabei handelte. Viel zu oft hören wir bereits im Bekanntenkreis den Satz: Das habe ich auf Facebook gelesen. Im Anschluss an die Ausführungen von Karsten meldete sich eine Studierende mit der Frage, ob denn nun auch jeder Journalist selbst zur Marke werden müsste? Sie würden...

Wie sichern die Medien ihre Glaubwürdigkeit?

Unter dem Motto „Wirklich wahr…? Wie sichern die Medien ihre Glaubwürdigkeit?“ findet am 13.11.2017 in Düsseldorf eine Veranstaltung in Kooperation mit der Otto Brenner Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung NRW e.V. statt. Bei der Podiumsdiskussion nehmen Jörg Schönenborn (Fernsehdirektor, WDR), Prof. Ute Holl (Universität Basel, Schweiz), Prof. Elmar Brähler (Universität Leipzig) und meine Wenigkeit teil. Im Vorfeld hatte die Heinrich-Böll-Stiftung ein Interview mit mir geführt, das ich hier auf meinem Blog ebenfalls abbilden möchte: Lieber Martin, du bist Kulturanthropologe, Journalist und Blogger. Worüber bloggst du – und warum? Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem digitalen Wandel. Vor allem interessieren mich die Konsequenzen, die sich aus dem Siegeszug von Facebook und Co für Gesellschaft, Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ergeben. Vor vier Jahren habe ich deshalb das Social Media Watchblog gegründet. Mit unserem Blog, respektive unserem Newsletter, informieren wir täglich Tausende Kollegen über die wichtigsten News und Debatten rund um das...

Plattformen weiter unter Druck

Der Druck auf die Plattformen nicht von allen Seiten weiter zu. Wirklich offen und gesprächsbereit zeigen diese sich aber noch lange nicht.

Der Erfolg der Fake News Fact Checker

Facebook hat in einer internen Email seinen Fact-Checking-Partnern mitgeteilt, dass ihre Arbeit durchaus Früchte tragen würde. Kann man so sehen, muss man aber nicht.

Inhalts- und Resonanzanalyse der Facebook-Seiten bundesdeutscher Parteien

Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (fög) hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Inhalts- und Resonanzanalyse der Facebook-Seiten bundesdeutscher Parteien durchgeführt. Wir stellen die Studienergebnisse hier auf unserem Social Media Watchblog vor:

Facebook Watch: Alle Shows im Überblick

Weil das Thema Video mit der Einführung von Facebook Watch für alle US-Nutzer wirklich noch einmal eine ganz neue Dimension bekommt, bieten wir an dieser Stelle einen Überblick über alle aktuellen Watch-Shows samt Verlinkung auf die entsprechende Facebook-Page. Der Artikel wird laufend ergänzt. ATTN Health Hacks: Show mit Jessica Alba und Co über Healthy Living We Need To Talk: Beziehungstipps für die digitale Welt Business Insider Cool, But Does It Really Work: Insider probieren aus, ob die Gadgets, die aktuell fame sind, auch wirklich funktionieren The Great Cheese Hunt: Eine Serie über die leckersten Käse-Gerichte der Welt Science the Shit out of it: Videos, die alltäglichen Fragen auf den Grund gehen Condé Nast Entertainment Virtually Dating: Zwei Menschen im Blind Date in Virtual Reality. Discovery Communications Celebrity Animal Encounters: Berühmtheiten erzählen von ihren witzigsten, gefährlichsten, Abenteuern mit Tieren Say Yes To The Dress: Es geht um einen Designer, der Bräute...

7 Lehren aus der rechten Facebook-Echokammer

Mein sehr geschätzter Kollege Simon Hurtz hat seit eineinhalb Jahren ein zweites Facebook-Profil: „Tim“ öffnete ihm die Tür zu einer Parallelwelt, die ihn zwischenzeitlich an seinen Überzeugungen zweifeln lässt. Der Artikel ist Teil der SZ-Serie „Der Facebook-Faktor“. Darin untersucht die Süddeutsche mit Blick auf die Bundestagswahl, wie im sozialen Netzwerk Politik gemacht wird. Sehr, sehr spannend und sehr lesenswert.

Was die Generation Z cool findet

Google hat eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, was die Generation Z cool findet. Dafür wurden im Mai 2016 US-Teens befragt, die zwischen Mitte 1990er und den frühen 2000er Jahren geboren wurden. Die Definition von Coolness liest sich so: „Teens feel something is cool if it’s unique, impressive, interesting, amazing or awesome. Something becomes „cool“ when it brings joy or happiness or is unique enough to stand out from everything.“ Hier die spannendsten Ergebnisse mit Blick auf Social Media, Journalismus und Technologie im Überblick: Die folgende Grafik zeigt, welche Marken Kids besonders cool finden. Dass ausgerechnet Google-Marken an der Spitze stehen, darf einen durchaus stutzig machen. Die Studie wurde von YouGov durchgeführt und sollte eigentlich sauber sein…

Das Facebook Paradoxon

Zarte zehn Jahre ist es alt und bereits jetzt ist das Smartphone für die Mehrheit der Menschen in Deutschland das wichtigste Werkzeug, um ins Internet zu gehen. Vor allem Facebook dient bei der mobilen Nutzung des Internets als die zentrale Verteilstelle von Aufmerksamkeit. Für Milliarden Menschen ist Facebook deshalb de facto zum neuen Gatekeeper für Informationen und Unterhaltung geworden. Wenn traditionelle Medienunternehmen auf mobilen Endgeräten ebenfalls eine Rolle spielen wollen, dann sind sie also mehr als gut beraten, ebenfalls auf Facebook aktiv zu sein. Der erste Haken: Allein Facebook bestimmt über die Spielregeln, welche Inhalte in welcher Form beim Nutzer ankommen. (In einem früheren Newsletter habe ich diesen Mechanismus ausführlich beschrieben: Mind the Crap). Dass sie für gute Sichtbarkeit auf Facebook durchaus kräftig in die Tasche greifen, zeigen diese Zahlen.

Mind The Crap

Die alte Medienwelt wird von massiven Umbrüchen erschüttert. Egal ob Musikindustrie, Fernsehen oder Zeitungen – traditionelle Unternehmen haben mit dem Erfolg der digitalen Herausforderer zu kämpfen. Allen gemein ist dabei die Tatsache, dass wir eine extreme Entbündelung von Inhalten erleben. Wurden erst ganze Musikalben verkauft, ob nun als LP oder auf CD, ist es heute der absolute Standard, einzelne Titel via iTunes zu kaufen oder über eine Flatrate auf einen riesigen Katalog zuzugreifen. Das alte Paket „Album“ ist nur noch etwas für Fans, die Lust auf die Premiumedition haben.

Fake News im US-Wahlkampf mit geringerer Bedeutung als angenommen

Fake News hatten im US-Wahlkampf eine wesentliche geringere Bedeutung als bislang angenommen. Laut den Ergebnissen einer Untersuchung der Stanford University hatten fake news weniger Überzeugungskraft und waren weniger einflussreich als es derzeit in der öffentlichen Debatte diskutiert wird.

Alles ist fake

Es sind nicht so sehr vermeintliche "fake-news" -Artikel, die in Deutschland Demokratie-gefährdend wirken, sondern die pervertierte Debatte darüber.

Slow Media 2017

Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Journalist und Blogger. Eigentlich habe ich Dokumentarfilm studiert, aber das ist eine andere Geschichte. Du hattest dich jedenfalls irgendwann einmal für diesen Newsletter eingetragen. Danke dafür! Ich hatte ja auch schon viele verschiedene Ideen, was ich mit ihm anstellen möchte, aber erst dieses Jahr wird daraus eine richtig ernste Beziehung! Der Grund dafür ist simpel: Ich verabschiede mich von Social Media. Naja, zumindest ein wenig. Nicht komplett, ist klar. Schließlich verdanke ich Facebook und Twitter meine Karriere (Übrigens auf eine Art und Weise, die ich im nächsten Newsletter besprechen möchte). Aber ein wenig kehre ich Social Media schon den Rücken. Lasst es mich erklären:

Nichts ist privat

Hier ist ein Gedanke: Alles, was ich in sozialen Netzwerken teile, ist nicht unbedingt öffentlich, aber garantiert niemals privat. Egal welche Privatsphäre-Einstellungen ich auch bemühe, alles, was ich in sozialen Netzwerken von mir mitteile, ist mindestens für die Plattform selbst einseh- und auswertbar. Allein Facebook lockt Werber aktuell mit über 98 Datenpunkten, über die Nutzer zielgenau angesprochen werden können. Das Targeting reicht dabei von der ethnischen Zugehörigkeit bis zu Nutzergruppen, die Medikamente gegen Allergien kaufen. Warum ich das schreibe? Nun: Bislang hatten sich die sozialen Netzwerke bei der Analyse der Nutzer auf die in Textform eingegeben Daten beschränken müssen: artikulierte Interessen, geteilte Postings, Surfverhalten. Jetzt gehen die Netzwerke dahin, auch geteilte Fotos und Videos genauestens zu analysieren, um somit Rückschlüsse auf den Nutzer ziehen zu können. Was ist in dem Bild zu sehen? Wo ist es entstanden? Wer ist noch auf dem Bild? Künftig soll es für Werber also ermöglicht werden, Nutzer aufgrund der von...

Facebook Video: Völlig überbewertet

Facebook hat ein Problem: Über Monate hinweg haben sie die durchschnittliche watch time von Videos viel zu hoch angesetzt. Dabei haben sie sich nicht nur ein bisschen vertan, sondern massiv: 60–80 Prozent zu hoch seien die bislang ausgewiesenen Zahlen. Der Fehler rührte daher, dass Facebook bislang bei der average time spent watching videos nur Videos berücksichtigte, die bereits über drei Sekunden angeschaut wurden. Der Großteil der Videos, über den im News Feed einfach hinweg gescrollt wird, fand also in dieser Berechnung überhaupt keine Berücksichtigung. Nun dürften Marketing-Strategen und Webvideo-Abteilungen in Medienhäusern natürlich ziemlich entrüstet sein, haben sie doch in den letzten Monaten massiv auf Video bei Facebook gesetzt, ganze Abteilungen dafür geschaffen, andere dafür abgebaut und Millonen Euro investiert, um dem vermeintlichen Video-Hunger der Nutzer besser zu begegnen. Ob diese Entscheidungen richtig waren, werden die neuen Zahlen zeigen. Facebook führt ab September eine neue Metrik ein, die besser aufzeigen soll, wie es um den Video-Konsum auf...

Das Ende der Social Media Redakteure

… wurde schon oft beschworen. Dabei ist social für viele Redaktionen und Unternehmen weiterhin einer der Wachstumsbereiche sondergleichen. Mit beachtlicher Manpower (und nicht zu verachtendem Spielgeld) wird vielerorts versucht, große Fan- und Followerzahlen zu generieren, respektive Reichweite und Klicks zu produzieren. Durchaus legitim, keine Frage. Die Sache mit den Social Media Redakteuren hat aber dennoch einen Haken: Während es bis vor einiger Zeit noch Generalisten brauchte, die täglich alles auf Facebook und Twitter ( RIP Google+) möglichst Klick-optimiert raushauten, sind heute echte Plattform-Manager gefragt, die den redaktionellen Output für das jeweilige soziale Netzwerk in der Rolle eines Blattmachers planen. Sowohl Facebook, Twitter als auch Snapchat haben ihre eigenen Ideen kultiviert, wie Inhalte dort jeweils konsumiert werden wollen. Es reicht also nicht mehr, nur Inhalte Kanal-gerecht zu verpacken. Vielmehr muss direkt bei der Produktion des Artikels oder Videos an den jeweiligen Ausspielweg gedacht werden. Aber keine Panik: Soweit sind die meisten noch lange nicht.

Facebook außer Kontrolle

Facebook profitiert maximal davon, Kontrolle über die Nutzer zu haben. Facebook selbst hingegen entzieht sich so gut wie jeder Kontrolle.

Wenn Meinungsfreiheit zur Ware wird

2617 mal am Tag berühren wir unser Smartphone. Mit großer Wahrscheinlichkeit navigieren wir uns dabei mit unseren zärtlich-sanften Finger-Bewegungen durch eine App aus dem Zuckerberg-Kosmos. Ob wir dabei aber wirklich die Steuerung übernehmen oder nicht vielleicht doch viel eher vom Design der Apps gesteuert werden, ist Gegenstand einer spannendenUntersuchung zur Smartphone-Nutzung [dscout]. So oder so ist der Einfluss von Facebook auf unser Leben enorm. Drei aktuelle Beispiele: 1] Facebook bringt Menschen willkürlich zum Schweigen. Durch das Löschen von Postings oder der Sperrung von Accounts werden immer wieder Menschen daran gehindert, auf Facebook ihre Meinung zu äußern. Dabei ist nicht nachzuvollziehen, wer wie in welcher Art und Weise darüber befindet, ob eine Meinung geduldet wird oder nicht. Facebook installiert dadurch eine Art Privatrecht, wie Johannes Boie umfangreich darlegt. Wie Facebook Menschen zum Schweigen bringt [sz]. ​ 2] Facebook hat ein veritables Interesse daran, dass auf der Plattform alle immer schön fröhlich und freundlich bleiben. Warum? Ganz einfach: Die Werbeindustrie möchte in einem möglichst...

Die große Annäherung von Facebook und Snapchat

Zwei der größten Konkurrenten der Welt haben gerade wesentliche Teile ihrer Geschäftsstrategie überarbeitet: Facebook ändert den News Feed und Snapchat verabschiedet sich von der Vergänglichkeit (Snapchat). Beide Entscheidungen dürften die Plattformen vorerst gewaltig verändern. Das Interessante dabei: Während Facebook sich wieder stärker von professionellen Inhalten lossagt (Posts von Freunden/Bekannten werden im News Feed höher gewertet als Posts von Medienanbietern), öffnet sich Snapchat einer Professionalisierung von Inhalten (Künftig können Snaps auch von der Smartphone-eigenen Camera-Roll in Stories integriert werden.) Privat betrachtet finde ich den Schritt von Facebook spannender: Schon vor ein paar Monaten hatte ich angemerkt, dass Facebook zu sehr zu einem Ort geworden ist, der maßgeblich von professionellen Inhalte-Anbietern geprägt wird. Nun ist jeder seines News Feeds Schmied, aber wenn sich am Ende keiner mehr traut, eigene Inhalte zu posten, weil sie im Vergleich zu den Fotos von National Geographic immer abstinken, dann wird es halt auch öde. Und genau dem will Facebook nun entgegenwirken. Snapchat...

Die Änderungen beim News Feed sind das bittere Ergebnis der größtmöglichen Abstimmung über die Beliebtheit von News bei Facebook

Asche auf mein Haupt, aber so habe ich das noch gar nicht gesehen: Die Umstellung des Facebook News Feeds mit Blick darauf, künftig Posts von Freunden und Verwandten deutlich mehr anzuzeigen als Posts von Nachrichtenangeboten, ist vielleicht einfach das Ergebnis der größtmöglichen User-Befragung der Welt. Und die haben sich entschieden: Weniger Nachrichten bitte. Die Geschichte geht so: Wenn sich über eine Milliarde Menschen mehrmals im Monat durch Facebook klicken, wird jeder Schritt von Facebooks Analyse-Team registriert. Wie in einer riesigen Labor-Situation werden alle Nutzer-Aktionen penibel notiert und ausgewertet. Facebook hat ein veritables Interesse daran, den User und seine Interessen bestmöglich zu verstehen. Nur so kann Facebook ein Ort bleiben, der für Nutzer relevant ist. Die Umstellung des News Feeds scheint nun das Ergebnis der folgenden Beobachtungen zu sein: Menschen interagieren deutlich lieber mit Posts von Freunden und Verwandten Menschen nutzen Facebook sehr viel passiver, laden also bei weitem nicht mehr so viele Bilder...

Die Bots kommen

Was früher einmal eine App war, ist vielleicht schon bald ein Bot. Nicht nur der Kommerz wird sich dadurch verändern. Auch Journalismus könnte dadurch neue Wege finden, Inhalte zu kommunizieren. Am Ende gewinnen aber wohl vor allem alte Bekannte: Facebook und Apple. 4.027.247 — so viele Menschen haben wir bei bento mit nur einem einzigen Facebook-Posting erreicht. Das Video vom Rauswurf des Abgeordneten der griechischen Neonazipartei Goldene Morgenröte durch Martin Schulz haben bei uns eine Million Menschen mindestens drei Sekunden lang angeschaut und wurde 87.270 Mal geliked, geteilt oder kommentiert. Das sind galaktische Zahlen. Nicht nur für unser junges Angebot. Und genau davon werden wir in den kommenden Monaten und Jahren noch sehr viel mehr erleben. Die Aufmerksamkeit ist bei den sozialen Netzwerken. Der Grund hierfür ist simpel: Wir alle haben Smartphones. Wir alle gehen mobil ins Internet. Wir alle nutzen auf unserem Smartphone dafür überwiegend die gleichen vier, fünf Apps. Allen voran Facebook, Instagram oder eben den...

Live-Video bei Facebook: Wenn du auf einmal immer auf Sendung bist

Live ist das nächste große Ding bei Facebook. Nach dem Shift zu Video, ist nun Live-Video ganz massiv im Fokus bei Facebook. Wer auf Facebook etwas erreichen will, macht Video. Am besten live. Künftig sollen nicht nur Nachrichtenangebote live senden, sondern auch Stars, Politiker und Sportler live über Facebook ihre Fans bedienen. Pressekonferenzen in eigener Sache — ohne nervige Nachfragen von Journalisten. Das total lustige Abendessen mit guten Freunden — wer würde bei Jay Z, Beyonce und Boateng nicht einschalten? Oder der Blick in die Umkleidekabine bei Borussia Dortmund — was für ein Spaß! All das sind Situationen, die künftig ausschnittsweise auch auf Facebook zu sehen sein könnten. Facebook setzt massiv auf das Theme Live und hat deshalb erneut am News Feed geschraubt. Live-Video wird bevorzugt angezeigt. Ist ja auch klar: Man will ja im besten Fall live dabei sein und muss es dafür natürlich auch mitbekommen, wenn jemand live ist. Doch bei den Personen des...

Erfolg im Plattform-Zeitalter

Wenn wir in Deutschland darüber nachdenken, ob eine Website erfolgreich ist, dann gibt es darauf unterschiedliche Antworten. Aus Vermarktungssicht sind vor allem die Auszählungsverfahren via IVW und Co relevant. Es zählen Klicks auf das Web-Angebot. Daneben gibt es seit einiger Zeit einige neue Faktoren, die ebenfalls gern bemüht werden, um aufzuzeigen, dass eine Website erfolgreich ist: die Anzahl von Social-Media-Interaktionen auf einen Artikel. Das Angebot von 10000flies.de etwa zeigt jeden Tag aufs Neue auf, welche Artikel am meisten Social Buzz hatten. Monatlich gibt es Auswertungen, welche Anbieter am meisten geteilt werden auf Facebook. Das Interessante daran ist, dass es sich auch dabei um eine Vermessung des Erfolgs von Websites, bzw. einzelnen Artikeln handelt. Und genau das ist total antiquiert: Der Erfolg entscheidet sich nicht nur auf Websites, sondern auch in der Reichweite auf Social Media selbst! Warum das so ist: Facebook ist für viele Nutzer zum Tor zum Internet geworden. Legacy Media...

Twitter Moments: Wertlos

Twitter hatte im Oktober 2015 ein neues Feature mit dem Namen Momentseingeführt. Ziel und Zweck von Moments ist es, Nutzern auf Twitter bestimmte Ereignisse über die Zusammenstellung von entsprechenden Tweets abzubilden. Twitter wollte damit erstens (neuen) Nutzern einen besseren Überblick über all die Inhalte verschaffen, die auf Twitter abgedeckt werden — im besten Fall nämlich alle nachrichtlich relevanten Ereignisse des Tages. Zweitensreagierte Twitter damit auf den vermeintlichen Erfolg von Snapchat Discoverund die Event-Funktion bei Instagram. Bislang stehen Twitters Moments nur Nutzern zur Verfügung, die Twitter „auf englisch“zu nutzen. Nach über drei Monaten muss ich feststellen, dass Twitters Moments für mich überhaupt keine Relevanz haben: Weder habe ich Twitter Moments aktiv genutzt, noch bin ich von anderen Twitter-Nutzern auf Moments via Verlinkung hingewiesen worden. Dabei sind Moments eigentlich eine smarte und spannende Möglichkeit, Usern direkt auf Twitter Stories zu präsentieren. Smart deshalb, weil Twitter einfach sich zu Nutze macht, was wir User auf Twitter alles anbieten (Quotes, Fotos, Vines, Videos, Grafiken, Text,...

Mehr Video, weniger Artikel — Strategiewechsel bei „digital only“ Web-Angeboten

Facebook hat als Trafficbringer in den letzten Jahren für viele Websites Erstaunliches geleistet. Neben den großen Effekten für Legacy Media Websites hat sich eine ganze Industrie an Viral-Websites aus der Idee entwickelt, Facebook-User zum Artikel-Klicken zu animieren. Doch es scheint fast so so, als wäre vorerst ein Peak „Traffic via Facebook“ erreicht. „Digital only“ Web-Angebote wie Elite Daily, Mic und BuzzFeed jedenfalls vollziehen aktuell einen interessanten Strategiewechsel: Sie verabschiedensich ein Stück weit von der Hoffnung, massiv Traffic für die eigene Website zu generieren und konzentrieren sich bei ihren Angeboten zunehmend auf Video-Inhalte, um sie auf Facebook direkt zu spielen. Dafür wird neues Personalgesucht, Abteilungen werden umstrukturiert. Der Grund dafür ist bereits vielfach diskutiert: Facebook priorisiert Inhalte, die auf der eigenen Plattform funktionieren. So verliert Facebook weniger User an Dritte, kann selbst mehr Geld verdienen. Insbesondere Videos erfahren seit einigen Monaten via eines Tweaks im Facebook Algorithmus einen enormen Boom und werden extrem gut in den News...

Alle gegen alle

Immer weniger Menschen vertrauen der Arbeit von Journalisten.* Was das mit Facebook, Twitter und Medienkompetenz zu tun haben könnte. Heute ist der 1. November und damit bento.de, das neue Projekt von SPIEGEL ONLINE, für das ich von Mainz nach Hamburg gewechselt bin, genau einen Monat online. Die letzten vier Wochen waren so unfassbar spannend, produktiv und lehrreich. Wir haben so viele tolle Geschichten bereits an den Start gebracht, so viel Feedback erhalten und so viel Aufmerksamkeit auf uns lenken können — einfach super aufregend. Der Start unseres neuen Angebots fällt allerdings in eine Zeit, in der immer mehr Menschen an der Arbeit von Journalisten zweifeln. Und auch mit mehr Transparenz und einem progressiven Dialogversuch, ist dieser Negativität gegenüber Journalismus nur schwer zu begegnen. Ich möchte im folgenden kurz meine Sicht zu dieser Thematik darstellen, ohne den Manfred Spitzer zu machen. Durch die Innovationen, die Smartphone, Social-Media- und Blogging-Plattformen mit sich bringen, ist es jedem möglich, sich permanent zu allem...

Warum Instant Articles mein Surfverhalten verändern könnten

Ich hatte neulich ein Erlebnis: Ich war auf dem Weg nach Hause, im Strom der Feierabend-Masse liest es sich in der Regel ja ganz entspannt auf dem Smartphone — einfach ausnahmsweise mal unbefangen mitschwimmen. Und während ich einen Artikel nach dem nächsten bei Twitter und Facebook angeteasert bekam, geschah es: Ich drückte auf den Facebook-Teaser von SPIEGEL ONLINE zum Weiterdreh der DFB-Geschichte und nicht mal eine Sekunde später war der Artikel bereits da! Instantly. Das war mit Blick auf all die nervigen Sekunden und Minuten, die es sonst meistens dauert, bis eine Story geladen ist, tatsächlich ein unglaubliches Erlebnis. Ehrlich! Und ich glaube, dass das mein Surfverhalten beeinflussen könnte. Künftig würde ich wohl eher auf eine Geschichte bei Facebook klicken, wenn sie den Blitz im Teaser trägt. Geschwindigkeit macht einen Unterschied. Instant Articles könnten also tatsächlich mein Surfverhalten verändern. Und dadurch könnte das Web für mich zwar schneller, aber etwas weniger bunt werden....

Content Views – die neue Währung?

BuzzFeed-CEO Jonah Peretti hat der Belegschaft eine Memo geschickt. Darin beschreibt Peretti, was BuzzFeed will, warum BuzzFeed das will, für wen BuzzFeed das alles tut und wie jeder einzelne Mitarbeiter dazubeitragen kann, dass das alles was wird. Kasching! Neben dem beeindruckenden Pathos, der da mitschwingt, ist vor allem eine Sache für mich ganz besonders interessant: Peretti führt erneut Content Views als neue Währung ins Feld, um zu verdeutlichen, wie wertvoll sein Unternehmen ist. Wie sich die Content Views genau zusammensetzen, wird nicht spezifisch erläutert. Allerdings zählt BuzzFeed eben nicht nur die Klicks auf der Website, um das eigene Schaffen zu vermarkten. Vielmehr werden die Reichweiten aller Social-Media-Kanäle (Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram, etc.) und die Reichweite der eigenen Website addiert. Dieses Vorgehen klingt natürlich auch total konsequent und logisch, schließlich erstellt BuzzFeed (US) tatsächlich wie kaum ein zweites Medienunternehmen originären Content für Social-Media-Plattfomen — und ist mit dieser Strategie äußerst erfolgreich. Folglich will das auch bei der Vermarktung...

Die totale Reichweite

BuzzFeed rechnet neuerdings zu den traditionellen Traffic-Zahlen die Reichweite auf Social Media hinzu. Der Grund: Mit Werbung, die auf Klicks basiert, lässt sich nichts mehr verdienen — mit Native Advertising schon. BuzzFeed ist ohne jeden Zweifel ein Aufmerksamkeits-Gigant. Die Listicles und Quizze auf buzzfeed.com sorgen für so phänomenale Zahlen, dass sie weltweit nachgeahmt werden und BuzzFeed genug Risikokapital einsammeln kann, um sich sogar immer mehr richtig guten Journalismus zu leisten. Social Media als originärer Ausspielweg Doch nicht nur buzzfeed.com performed unfassbar gut. Auch auf den einzelnen Social-Media-Kanälen ist BuzzFeed ein echtes Power-House: 2,53 Millionen Follower auf Twitter // 5,2 Millionen Fans auf Facebook // 6,8 Millionen Fans für BuzzFeed Video auf Facebook // 900k Abonnenten auf Instagram // nicht genauer deklarierte Zahlen auf Snapchat Und in Zeiten, in denen der einzelne Klick nicht mehr viel wert ist, sondern das große Geld mit Native Advertising verdient wird, ist es nicht weiter erstaunlich, dass...

Was kommt denn heute bei Facebook?

Warum Nutzer bei Facebook immer mehr zum Zuschauen degradiert werden, warum Facebook dadurch immer mehr zum Fernsehen wird und warum das zu großen Teilen nur den alten Eliten hilft. Auf Facebook waren am Anfang alle Nutzer gleich: Privatpersonen, Filmstars und Marken, sie alle kämpften um Aufmerksamkeit. Doch das ändert sich immer mehr: Neue Tools wie Livestreaming und Instant Articles stehen nur großen Marken zur Verfügung. Zwar kann heute im Facebook-Sinne jeder eine Marke werden, aber dazu später mehr. Normale User jedenfalls werden durch dieses Vorgehen immer mehr zum Zuschauer – und Facebook dadurch immer mehr zum Fernsehen. Klar, Facebook lebt davon, dass Nutzer auf der Plattform nach guten Inhalten suchen: die Hochzeits-Fotos der Cousine, das Selfie vom Lieblings-Sportler und das Aufreger-Video des Tages. Facebook verbindet den normalen Usern mit seinen Freunden genauso wie er ihn mit Stars und Marken verbindet. Doch während früher alle gleichermaßen gehört wurden, übernehmen heute immer...

Instant Articles sind erst der Anfang

Facebook startet also Instant Articles: Ausgewählte Medienpartner dürfen Inhalte in vollem Umfang ab heute direkt auf Facebook anbieten. Neben der New York Times, BuzzFeed und etwa der BBC gehören auch Bild und Spiegel Online dazu. Die Inhalte-Anbieter versprechen sich davon, eine größere Reichweite und eine neue Form der Monetarisierung. Facebook will mit starken Inhalten weiter relevant bleiben für die Nutzer. Fair enough. Dass nun Kritiker auf den Plan treten und eine zu große Marktmacht von Facebook befürchten, ist legitim. Das Ende des Journalismus zu verkünden, ähnelt allerdings einer Realitätsverweigerung. Journalisten müssen sich endlich drei Dinge eingestehen Die Nutzer entscheiden darüber, welche Inhalte relevant und interessant sind — sicherlich müssen auch von Journalisten Themen gesetzt werden, aber die Zeit des klassischen Redakteurs-Daseins ist vorbei. Journalisten können (endlich) nicht mehr am Interesse der Menschen vorbei arbeiten. Die Nutzer entscheiden darüber, wie und wo sie diese Inhalte abrufen — da können wir noch solange hergehen und uns darüber mokieren, dass die User nur noch bei Facebook abhängen....

Zahlen, die keiner kontrollieren kann, die aber die Welt bedeuten

Dieser Artikel stellt eine Frage, auf die es keine Antwort geben wird. Und genau das ist das Problem. Die Frage lautet: Wer kontrolliert außer Facebook, YouTube und Twitter eigentlich die Zahlen, auf denen Ihre Imperien beruhen? Niemand außer Facebook, Google, Twitter und Snapchat selbst. Total irre. Wirtschaft ist ein unfassbar komplexes System aus extrem undurchsichtigen Vorgängen. Es gibt aber in weiten Teilen der Wirtschaft regulatorische Prinzipien, die Monopole verhindern und fairen Wettbewerb ermöglichen sollen. Denken wir etwa an die Börsenaufsicht im Aktienhandel oder die BaFin im Bankenbereich. Ausgerechnet aber in dem Bereich, der aktuell die Welt revolutioniert, gibt es das nicht. Die Rede ist von Facebook, YouTube, Twitter, Snapchat und ihren Likes, Shares, Fans, Views, Upvotes, Tweets, Mentions, Followers, you name it. Facebook, YouTube und Twitter sind im Begriff, ganze Industrien derart auf den Kopf zu stellen, wie es zuvor Apple bereits mit Blick auf die Musikindustrie gelungen ist. Wer bei...

Alles auf Blau: Warum am Ende immer Facebook gewinnt

Facebook hat die Art, wie wir mit Medieninhalten bedient werden, massiv verändert. Facebooks Algorithmen — und eben nicht mehr Redakteure — entscheiden darüber, was wichtig ist. Nur, wer sich ganz exakt an die Spielregeln von Facebook und Co hält, kann noch profitieren. Gewinnen tut am Ende aber nur einer: Facebook selbst. Alle gucken permanent auf ihr Smartphone, der einzelne User bis zu 160 mal am Tag. Wer nicht auf sein Smartphone guckt, macht sich verdächtig. Wir lassen uns morgens von unserem Smartphone wecken — und sind sofort „on“. Wir checken Emails, WhatsApp und Facebook, posten Fotos vom Frühstück und prüfen das Wetter. Mit viel Glück öffnen wir aus Nachrichtenmacher-Sicht eine App von Spiegel, Tagesschau oder ZDFheute und scannen die News. Was wir eher nicht machen: Websites über unsere Smartphones ansurfen, zu dürftig ist häufig die mobile Ansicht. Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich erreichen. Was wichtig ist, bestimmt immer häufiger nicht mehr der...

Der Beginn einer neuen Ära von Journalismus auf Facebook

Wie viele lesen genau jetzt diesen Artikel, weil sie entweder über Facebook oder Twitter hier gelandet sind? Vermutlich nahezu jeder. Und genau das verändert den Journalismus. Facebook ist für viele Online-Publikationen zum ultimativen Traffic-Bringergeworden. Vom kleinen Blogger bis zum großen Medien-Powerhouse. Die Homepage ist tot, heißt es. Und Facebook scheint der Totengräber zu sein. Wenn es um mobilen Traffic geht, dann ist Facebook quasi der Vermittler Nummer Eins — wer googelt schon auf seinem Smartphone? Facebook ist wie ein riesiger Hund. Du weißt nie genau, ob er einfach nur spielen oder Dich fressen will — am Ende leckt er Dich womöglich tot. Und je mehr Facebook Journalismus verteilt, desto größer wird die Abhängigkeit der Content-Lieferanten. SEO-Optimierung war gestern, Social-Media-Optimierung ist heute und schon bald könnte das durch verschiedenste Tracking-Software ermöglichte speziell auf die Bedürfnisse der Facebook-User zugeschnittene Erstellen von Inhalten eine ganz neue Dimension erreichen: Journalismus könnte bald vollumfänglich auf Facebook selbst stattfinden. Denn: Warum...

Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere

Weder der User, noch der Journalist entscheidet darüber, welche Informationen den Leser erreichen — das machen die Milliarden-Dollar-Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley via Algorithmen. Und wir Journalisten tun momentan alles dafür, uns in diese fundamentale Abhängigkeit zu stürzen. Ganz ehrlich: Dieser internetzentristische Dauer-Konkurrenzkampf geht mir zunehmend auf die Nerven. Das Problem: Egal wie sehr man sich anstrengt, am Ende gewinnen immer Facebook, Twitter und Google. Ich arbeite beruflich als Redakteur beim ZDF in der Redaktion von heute.de. Dort kümmere ich mich um den steten Infostrom von Reportern, Agenturen und Social Media, sowie deren Aufbereitung und Verbreitung auf der Website, sowie in den sozialen Netzwerken. Das ist mein Job. Wenn wir das Jahr 2005 schrieben, wäre hiermit meine Tätigkeit ausreichend beschrieben. Wir befinden uns aber im Jahr 2014 und mitten in einer Zeit, die InternetSocial-Media-Jünger als Informations-Revolution beschreiben. Und das hat Konsequenzen. Parallel zu meinem Job beim ZDF bin ich als Journalist-Privatperson-Hybrid auf...