12 Jahre bei Twitter

Heute bin ich seit 12 Jahren bei Twitter. Streng genommen bin ich schon etwas länger auf der Plattform aktiv. Aber die zwei, drei Accounts davor hatte ich dann recht rasch zugunsten eines Accounts mit Klarnamen gecancelt. Zur Marke werden und so. Es war schon damals klar, dass das irgendwann wichtig wird. Ich erinnere mich noch gut an die Gespräche und Diskussionen – etwa mit Karsten Lohmeyer von Lousy Pennies. Das waren noch Zeiten:

Interessanterweise ist das Schaubild von 2013 ganz gut gealtert. Klar, ICQ, Vimeo und Google+ sollten gegen die Logos von Instagram und Substack sowie einem Symbolbild für Podcasts ausgetauscht werden. Aber die Gleichung ist schon noch immer die selbe. Mit einer Ausnahme: Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich reicht, relevante, journalistische Inhalte zu erstellen und zu teilen, um sich einen Namen zu machen. Mit Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre scheint es mir eher wichtig, Hot Takes zu allem und nichts zu verfassen.

All die Leute, die damals™ damit anfingen, relevante journalistische Inhalte zu teilen, sind irgendwann in ihrem Wachstum auf Twitter stehengeblieben. Ein paar 10k-Follower vielleicht. Das war es dann auch. Accounts, die sich eher durch Rants und schnelle Meinungen auszeichnen, wachsen hingegen kräftig. Ich bin mir nicht ganz sicher, was mir das sagen soll. Schon strange, dass wir Journalisten auf Twitter so hängengeblieben sind.